Mittwoch, den 15. August 2018 n.Chr.
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Das Dorf Rindsfurt

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Einwohner: 294 ( 5% Zwerge)
Garnisonen: 5 zwergische Krieger, etwa 15 kampferfahrene Viehtreiber, 5 Büttel des Barons, 20 freiwillige Bogenschützen der Zünfte
Tempel: Ingerimm

Wir trinken den Wein wo immer wir ihn finden. Wir nehmen die Weiber wo immer wir sie finden. Wir rauchen das Kraut wo immer wir es finden.

Das Lieblingslied der Viehtreiber

Das handwerkliche Herz der Retogau schlägt eindeutig in Rindsfurt. Dies und die Tatsache, dass sich mehrere Freibauern rund um den Ort der Rinderzucht verschrieben haben, tragen sehr dazu bei, dass der eng bebaute Ort eines der reichsten Dörfer der Baronie ist. Hinzu kommt noch die einzige Furt über den Gardelbach auf mehrere Meilen. Aus diesem Grund wurde auch vor schon beinahe zwanzig Jahren die Retogauer Vieh- und Schweinehalle hier erbaut. Man bekommt in dieser großen Halle alles, von lebenden Tieren über Fleisch- und Wurstwaren bis hin zu Lederkleidung. Auch zwergische Waren und Erzeugnisse aus den örtlichen Webereien und Sattlereien kann man hier erwerben. In dieser Halle, die am Nordufer des Gardelbachs liegt, sind auch das Marktgericht und die Büttel des Barons untergebracht. Auf dieser Seite erhebt sich auch ein mit Wiesen und Hecken bewachsener Hügel. Auffällig ist, dass sich überall in diesem Hügel Kamine, Fenster mit bunten Läden und runde Türöffnungen befinden. Davor finden sich Gärten und Beete, in denen die hier beheimateten Zwergensippen verschiedene Pflanzen kultivieren. Gerüchten zufolge wurde ein Gang mehrere Schritt tief gegraben, um in feuchtem Klima Pilze zu züchten - zwergische Delikatessen eben. Am Südufer der Fur, befindet sich der Further Platz. Hier befinden sich die wichtigsten Gebäude des Ortes, wie der Ingerimm-Tempel und das Gasthaus "Fuhrmanns Ruh", das saubere Schlafplätze und sättigende, wenn auch einfache Speisen für die Viehtreiber und Fuhrleute bietet. Nach allem, was man hört, wird hier abends auch ein aufregendes Unterhaltungsprogramm geboten. Dann findet man auch den zwergischen Ingerimmgeweihten hier, wie er sich bei Bier und Braten amüsiert. Leider kommt es immer wieder zu wüsten Schlägereien, sobald die Viehtreiber betrunken sind. Die Wirtin Alrike Sunderfeld musste nach solchen Schlägereien schon mehrfach die Einrichtung erneuern. Weitere wichtige Gebäude sind das Haus der Zünfte, in dem sich die Lederer, die Handwerker, und die Schneidererzünfte treffen. Dass es in so einem kleinen Ort so viele Zünfte gibt, liegt am Vorhaben des Barons, der mehrere Manufakturen in Falkenruh errichten will. So fürchteten die Handwerker um ihre Pfründe und organisierten sich unter Führung des Ingerimm - Geweihten. Dieser hält mitreißende Predigten gegen die neumodischen Pläne des Barons. Außerdem gibt es noch einen hervorragenden Heiler und Zahnreißer im Ort. Beherrscht wird das Bild des kleinen Örtchens vom Ochsenstieg, der sich vom schwer befestigten Ginsterhager Tor bis zum Further Platz erstreckt. Nach starken Regenfällen, oder wenn eine größere Menge Rinder über den Ochsenstieg getrieben wurden, steht man dort bis zu den Knöcheln im Schlamm. Der örtliche Vogt Aldan von der Kuhweide, seit dem Jahr des Feuers für die Belange des Ortes zuständig, würde gerne an den Seiten der Straßen hölzerne Gehsteige errichten lasen, wie er es auf seinen Reisen in Baliho kennengelernt hat. Leider haben sich die meisten Einwohner an die Zustände gewöhnt, und so wird es noch eine Weile dauern, bis man diese Baumaßnahme in Angriff nehmen kann. So gilt Rindsfurt aber auch als eine der häßlichstes Dörfer der Baronie, auch wenn der Ort für seine Erzeugnisse weithin gerühmt ist.

Koschmozrom- Die Höhle der kunstvollen Werkstücke

Dieser künstlich geschaffene Hügel ist das Zentrum der retogau'schen Zwergenpopulation. Hier leben mittlerweile drei Sippen und sechs weitere Familien. Fast hundert Zwerge haben sich mittlerweile angesiedelt. Sie alle sind dem Ruf des berühmten Bezwingers Rhazzazor’s, Andrasch, Sohn des Arthag, gefolgt und haben das Handwerk der Baronie extrem bereichert. Immer höher schütteten die Zwerge den Hügel in den Jahren 1029/ 1030 auf, so dass er seine heutige Höhe von beachtlichen 20 Schritt erreicht hat. Auch wenn man es nicht erwartet, leben in diesem Hügel, den man eher den Hügelzwergen zuordnen würde, auch Amboßzwerge. Diese haben jedoch damit begonnen, auf der vom Gardelbach abgelegenen Seite des Hügels ihre Stollen immer weiter in die Tiefe voranzutreiben. Dort stoßen sie zwar immer wieder auf Grundwasser und müssen die Stollen mühsam trockenlegen, jedoch begegnen die Zwerge diesem Problem mit dem typisch zwergischen Starrsinn, und es kommt ihnen gar nicht in den Sinn, hier aufzugeben. Auch sind diese Arbeiten den meisten Menschen verborgen geblieben. Keinem Bewohner Rindsfurts ist bisher aufgefallen, wieviel Erde schon aus dem Hügel gebracht wurde und so den Hügel immer weiter vergrößert.
Unter der Erde gruppieren sich um eine Große Versammlungshalle die wichtigsten Werkstätten der Siedlung. So gibt es hier den für seine kunstvollen Holzarbeiten berühmten Hoglosch, Sohn des Haltax, und die Feinmechanikerin Narscha, Tochter der Narraxa, die die besten Schlösser der gesamten Baronie herstellt. Selbst der Baron persönlich hat mehrere geordert, und auch die Spektabilität der Falkenruher Magierakademie sah sich genötigt, hier einige Schlösser anfertigen zu lassen, nachdem kürzlich einige Einbrecher jeden Raum der Magierakademie durchsuchten. Auch befindet sich hier das Brauhaus des Hügelzwergs Darmox, Sohn des Dormosch. Er hat hier die für die Retogau typischen, aus Früchten gebrauten Biere genommen und seinem Repertoire hinzugefügt. So stellt er mittlerweile einen sehr guten Birnenmost her, und auch sein Kirschbier ist sehr gut. Berühmt sind die Rindsfurter Zwerge auch für das hier gebraute helle Bier. Zwar macht dieses nicht dem berühmten Ferdocker Konkurrenz, aber die von Menschen hergestellten Biere übertrifft es allemal. Hier versammeln sich die hier ansässigen Zwerge, um sich zu amüsieren. Auch stellt einer der Zwerge allabendlich seine Kochkünste der Gemeinschaft zur Verfügung, so dass das Gemeinschaftsgefühl der Siedlung gestärkt wird.
An etlichen Stellen des Hügels findet man auch die Schlote der unterirdischen Schmieden. Daran, dass diese ständig qualmen, sieht man, wie begehrt die zwergischen Arbeiten sind. Den ganzen Tag ist das Hämmern zu hören, und ständig verlassen Karren mit hervorragenden Arbeiten den Hügel. Mittlerweile machen die abenteuerlichsten Gerüchte in der Baronie die Runde, woran die Zwerge im Geheimen werkeln, doch gibt es keine Bestätigung dafür. Ist es doch so, dass die Zwerge allzu neugierige Besucher gerne einlassen und ihnen alles zeigen. In den vielen viel zu kleinen Gängen findet sich ohnehin kein Mensch zurecht, und verläuft sich ohne einen Führer wahrscheinlich sehr schnell. In der gesamten Anlage ist keine der Decken höher als zwei Schritt. Dies bekam letztens auch der Baron der Retogau zu spüren, als er bei einem Besuch bei seinem Freund Andrasch zu tief in den Humpen schaute. Dies ist nun einmal der Nachteil bei den hochgewachsenen Nordleuten. Sie trinken viel und wundern sich dann, dass die Decken bei den Zwergen näher am Kopf sind als der Boden. So ist Koschmozrom eine der wichtigeren Ansiedlung der Zwerge in Garetien.


2006 Marc "Zendijian" Jenneßen
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