Donnerstag, den 18. Oktober 2018 n.Chr.
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Dorf und Pfalz Goldenstein

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Einwohner: 533 (Weilt Kaiserin Rohaja auf der Pfalz, dann leben dort über 1000 Menschen )

Garnisonen: 25 Wachen des Pfalzgrafen, 5 Büttel des Barons

Tempel: Peraine, Schreine des Praios, Rondras, Borons, Hesindes und Firuns auf der Pfalz


Meine Güte ist das voll hier, hoffentlich dauert das nicht mehr lange bis die Kaiserin wieder verschwindet. Ich mein, ist zwar ne ganz schöne Ehre das die Kaiserin höchstselbst auf der Pfalz weilt. Aber wenn die alles mitgebracht hat: Höflinge, Soldaten, Diener und viele mehr...   ...die fressen uns noch die Haare vom Kopf. Naja dafür kennt das ganze Mittelreich jetzt Goldenstein.

-Gehört beim Halt des Kaiserlichen Troßes im Hesinde 1029 BF.


Im Schatten der gewaltigen Pfalz Goldenstein liegt das gleichnamige Dorf und hier leben viele Unfreie zur Versorgung des vieltürmigen Schlosses. Während die reichen Felder denn Bewohnern in den letzten Jahrzehnten ein sorgenfreies Leben ermöglichten, leeren sich die Vorratskammern nun bedeutend schneller. Immer dann, wenn Kaiserin Rohaja mit ihren mehreren Hundertschaften Gefolge hier eintrifft, leeren sich die Vorratskammern und Ställe bedenklich schnell. Dann ist die gesamte Baronie Spielball des Adels des Mittelreichs. Garethische Adlige reisen zur Audienz aus der Ferne an, Rohajas Höflinge gehen mit  Dutzenden Treibern in den Wäldern der Retogau zur Jagd und ihre Soldaten kontrollieren jeden auf der Straße zur Pfalz.

Diese Zeit sehnt der Pfalzgraf jedes Jahr herbei, kann er doch seine eigenen Taten ins Rechte Licht rücken und die Fehler des Barons der Kaiserin publik machen. In den übrigen Monden jedoch wirkt die Pfalz wie verlassen da. Dann lebt der Pfalzgraf nur mit einigen Dienern und Wachen auf dem Schloß. Doch wer sich jetzt der Annahme hingibt das der Pfalzgraf sich in dieser Zeit seiner Lieblingsbeschäftigung, der Falkenjagd hingibt, der sieht sich getäuscht. Dann spinnt der Pfalzgraf seine Intrigen gegen die Machthaber der Baronie, damit dieser vor Kaiserin Rohaja bei ihrem nächsten Besuch auf der Pfalz als Versager dasteht. So kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den beiden.

Im Dorf ist man zwiegespalten wem man die Treue halten soll, ist der Baron doch einer der größten Helden des Mittelreichs und der Pfalzgraf nur einer von vielen in der langen Reihe von  Herren über Schloß Geldenhelm. So duckt sich der einfache Bauer unter der Knute des Pfalzgrafen, nennt sich jedoch stolz, Vasall der Helden von Gareth. Meist jedoch bekommen die Bauern von den Streitigkeiten des Adels nichts mit und gehen ihrer Arbeit nach. Die Häuser Goldensteins sind eher klein und unscheinbare Fachwerkhäuser mit Strohdächern. Die Straßen und Wege des Dorfes sind nicht gepflastert und sind in den Regenmonaten nicht mehr als Schlammlöcher, in denen sich die zahlreichen Schweine der Freibauern tummeln. So gibt es hier auch nur die Schenke „Peraines Trunk“ in der sich allabendlich die Bauern zum Stammtisch treffen. So gibt es im Dorf zahlreiche Leute die sich in einem Schützenverein organisiert haben und sich an fast jedem Praiostag treffen, um ihre Treffsicherheit zu schulen. Was allerdings im Dorf zur Blüte gelangt ist sind die zahlreichen Holzhandwerker, die sich auch auf feine Drechselarbeiten verstehen und gut von den Aufträgen vom Schloß leben können. So reparieren sie beschädigte Möbel, bessern die hölzernen Balkone und Wehrgänge aus und sind für die Wartung des Fuhrparks von Schloß Goldenstein zuständig.

Ganz anders sieht es aus wen man sich hoch zum Schloß begibt. Wenn man den langen Weg dorthin geschafft hat, steht man vor dem gewaltigen Rohalstor. Die Flügel des Tores sind mit zahlreichen Schnitzereien verziert und  über dem Tor stehen die Worte "Nur wer gerecht lebt wird in Alveran einziehen." in Stein gemeißelt. Hat man das Tor hinter sich gelassen kommt man in den äußeren Hof, wo sich entlang des Weges zahlreiche Gebäude mit Schmieden, Werkstätten und Kasernen befinden. Weilt Kaiserin Rohaja auf der Pfalz dann kommen hier die wichtigeren Leute der Dienerschaft und Teile der begleitenden Eskorte unter. In dieser Zeit herrscht in dem eigentlich recht weitläufigen Hof drangvolle Enge, leben in dieser Zeit hier doch mehrere hundert Menschen und die Ställe sind mit den Pferden der Berittenen und den Zugtieren der zahlreichen Wagen gefüllt.  Dann stehen überall in diesem Hof Dutzende Zelte von Rittern, Edlen und garethischen Baronen die wegen ihren wichtigen und unwichtigen Problemen den Richtspruch der Kaiserin suchen. So kommt man in diesem Hof so gut wie nie zur Ruhe und Mägde und Knechte müssen oft 18 Stunden arbeiten um den Wünschen der hohen Herrschaften gerecht zu werden.

Geht man nun weiter durch das so genannte Geschwistertor, welches während der Zeit von Bardo und Cella erbaut wurde und das mit sehr rahjagefälligen Schnitzereien versehen ist. Auch wuchern hier die Ranken von wildem Wein, der kunstvoll am Torbogen entlang  wächst und während warmer Sommer die Grundlage für das knappe Dutzend Flaschen Goldenhelmer Roten bilden. Diese Flaschen gehen als Geschenke an die Höfe befreundeter Adliger, wo sie oftmals lange lagern, bevor sie für einen besonderen Moment geöffnet werden.


2006 Marc "Zendijian" Jenneßen
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