Mittwoch, den 20. Juni 2018 n.Chr.
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Das Dorf Egghistorf

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Einwohner: 258

Garnisonen: 10 Waffenknechte des neuen Barons

Tempel: Firun

 

Hunger! Bitte hoher Herr, nur etwas zu essen. Wie soll ich denn sonst meine Kinder ernähren?

Gehört im Winter 1028 BF.


Das Dorf Egghistorf ist eine ziemlich ärmliche Siedlung von etwa drei Dutzend Holzhäusern die sich um den Dorfplatz mit dem Haus des Dorfvogtes und den beiden Schenken „Zur Natter“ und „Am Südhang“. Hier treffen sich die meisten der Bauern zum abendlichen Umtrunk, eines der wenigen Vergnügen das man hier noch kennt. Was auffällt ist der große Boronanger unweit des Dorfes. Dieser ist für ein so kleines Dorf ungewöhnlich groß. Auch fallen die vielen niedergebrannten Häuser auf die überall im Dorf zu finden sind. Nach der Schlacht um Gareth zogen die Truppen unter Lucardus von Kemet hier hindurch. Dabei richteten sie viel Unheil an und plünderten das Dorf.

Ließen die Untoten den Bewohnern jedoch das nötigste, so waren es Fahnenflüchtige Soldaten der Mittelreichischen Armee die, die Scheunen leerte und den Einwohnern Egghistorfs die Lebensgrundlage nahm. So war es eine glückliche Fügung das ein zwergischer Händler in das Dorf kam. Auf seinem Karren befanden sich seltsame Pflanzen – Kartoffeln. Der Zwerg erklärte den Dörflern das die Frucht dieser Pflanzen unter der Erde wächst und verkaufte den Bürgern auf deren „sanften“ Druck hin seine Ladung. Sogleich pflanzte man die Frucht auf den brachliegenden Feldern an und hoffte das die neue Frucht gedieh. Zumal man kaum noch anderes Saatgut besaß.

Schließlich kam der Winter, der schrecklichste Winter seit Menschengedenken. Von diesem Winter wurde Egghistorf am schlimmsten von allen Retogauer Dörfern getroffen. Hier starb beinahe jeder dritte Einwohner am Hunger oder an der Gilbe die sich schnell verbreitete. Als wenig später Kaiserin Rohajas Leute in das Dorf kamen, fanden sie fast keine Vorräte. Das wenige was noch da war ließen sie den Dörflern, nicht ahnend das auf den Äckern eine erste Kartoffelernte heranreifte. Sahen die Krieger doch auf den Feldern nur Pflanzen die nicht schmeckten und von denen man den flinken Difar bekam.

Und so kam der Frühling und die erste Kartoffelernte. Die Felder waren anscheinend Peraine – gesegnet, wuchsen doch auf den Feldern Tausende Kartoffelpflanzen heran. Als die Felder abgeerntet wurden war das überleben des Dorfes gesichert. Es war sogar noch genug über, um die Überschüsse auf dem Nattersqueller Markt zu verkaufen. Als von neuen Baron auch ein neuer Vogt eingesetzt wurde, war dieser sehr überrascht was für wohlschmeckende Gericht man aus dieser einfachen Frucht zaubern konnte. Er befahl seinen Bauern den Anbau zu intensivieren und im nächsten Jahr auf allen Feldern Kartoffeln anzupflanzen. Mittlerweile hat der Edle schon Kontakte zu den Rindsfurter Zwergen aufgebaut, weiß er doch das dieses Volk die Perainefrucht aus der Erde, sehr schätzt.

Durch das Wunder von Egghistorf wurde der Baron auf die Frucht aufmerksam und siedelte ein halbes hundert Unfreier Bauern in dem Dorf an, leerstehende Häuser gab es genug und Arbeit auch. Zum Schutz des Dorfes gegen Übergriffe aus der Wildermark hat der Baron auch noch zehn seiner Waffenknechte in Egghistorf stationiert und ein Händler hat einen kleinen Laden eröffnet, in dem man alle möglichen Werkzeuge und Gebrauchsgüter des täglichen Lebens kaufen kann.

Etwas außerhalb des Dorfes liegt in einem kleinen Forst der aus mächtigen Baumstämmen gebaute Firuntempel. Hier kümmert sich der Geweihte Firngrimm Sarabant um die Belange der Jagd und wird von den Bewohnern dafür geliebt, das er während des Hungerwinters 1028 für die Bauern Wild in den umliegenden Wäldern schoß. Dies rettete viele Bewohner vor dem sicheren Tod.

So scheint es als würde es wieder aufwärts gehen, einzig die Nachbarschaft zur Wildermark verunsichert die Bauern, könnten doch jeden Tag wieder Raubritter über ihr Dorf herfallen und den Bewohnern wieder alles nehmen. Auch aus diesem Grund hat der Vogt jedem Bauern zwischen 15 und 50 Götterläufen befohlen an jedem Praiostag sich im Waffenhandwerk zu üben, um gegen Überfälle in Zukunft gewappnet zu sein.


                                   Preis    Qualität            Bewohner        Angestellte

Zur Natter                      6            5                       4                       2

Am Südhang                   4            3                       2                       2


2006 Marc "Zendijian" Jenneßen
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