Mittwoch, den 20. Juni 2018 n.Chr.
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Der Orvasberg

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Ich bin aufgewacht am Fuß des Orvasberg und ich sag euch, erschöpft war ich als hätt ich die ganze Nacht hindurch zum Tanze aufgespielt. Als ich dann schließlich nach Haus gewandert bin hab ich noch mehr Spielleut gefunden. Alle zerschlagen wie nach einem wilden Gelage, ich sag euch die Hexen haben wieder gefeiert. Hoffentlich haben die mich nicht verflucht.

-Gehört von einem Spielmann, 1022 BF.

 

Steil erhebt sich der Orvasberg aus dem Umland in die Höhe, so hoch ist der Berg das seine Spitze in den Wolken verschwindet. Kaum von Grün bewachsen wirkt der Berg abweisend und menschenfeindlich, kein Weg führt hoch zur Spitze, so daß niemand weiß was sich in luftiger Höhe befindet. Nämlich der Festplatz der Hexen Garetiens. Alle sieben Jahre treffen sich hier viele Dutzend Hexen, in diesen Nächten verschwinden viele Spielleute aus der Umgebung, nur um sich am nächsten Morgen am Fuß des Berges wiederzufinden. Der Festplatz befindet sich auf halber Höhe zur Bergspitze an der Südostseite des Berges. Dem Dunkelwald zugewandt. Der Festplatz ist eine große Lichtung mit einer Höhle in der, der Zirkel Brennholz, Kräuter und einen großen Kessel aufbewahrt. Die Lichtung ist von Büschen umstanden, so daß man vom Fuß des Berges nur unheimliche Schatten sieht. Doch da es sich in der Bevölkerung herumgesprochen hat, wann die Hexen sich zum Fest treffen, trauen sich nur wenige Leute auf die Straßen. Dann tanzen die Frauen um ein großes Feuer, brauen ihre Tränke und hoffen das Levtan leibhaftig erscheint. Dies geschah hier schon des öfteren, so das der Orvasberg bei den Hexen sehr beliebt ist und die Schwestern deshalb in großer Zahl erscheinen.

Sonst ist der Berg sehr verlassen, allerdings haben sich in den letzten Monden zwergische Prospektoren, auf der Suche nach wertvollen Erzvorkommen, den Berg bestiegen. Da sie dort eine Kupferader entdeckten ist es nur eine Frage der Zeit bis das kleine Volk den Berg für sich beansprucht. Ob sie sich damit aber durchsetzen können, steht noch in den Sternen.

Nun ist es nicht mehr lange hin bis sich die Hexen wieder zum Fest treffen und bang blicken die Reisenden auf der Reichslandstraße zum Berg empor und beschleunigen ihre Schritte. Auch vereinzelte Rufe nach der Inquisition werden laut, doch in diesen schweren Zeiten ist es fraglich ob man den Ruf in Elenvina erhört. Die Bannstrahler hatten vor dem Jahr des Feuers ein Auge auf den Berg geworfen, doch aufgrund der hohen Verluste die der Orden in der Schlacht auf dem Mythraelsfeld hatte ist es fraglich ob man sich in den nächsten Jahren einen Trupp der Bannstrahler auf dem Berg sieht.

Somit gehört der Orvasberg zu den unerforschten Orten in der Retogau und wenn es nach der Festgemeinschaft geht, dann bleibt es auch noch eine ganze Weile so. Da der Berg zum Edlengut Guneyja aus dem Finsterkamm gehört, nutzt diese ihren ganzen Einfluß damit sich allzu neugierige Leute den Berg nicht näher erforschen. Die einzigen die sie am Berg duldet sind die Maraskaner die in einigen der Höhlen am Fuß des Berges Schmugglergut lagern. Die Maraskaner bewahren hier Waffen für die Befreiung ihres von den Borbaradianern besetzten Heimatlandes. Als Gegenleistung liefern sie der Herrin des Berges wertvolle Kräuter und alchimistische Substanzen, die sie vom besetzten Maraskan schmuggeln.

Der Baron hat sich bisher noch nicht dafür interessiert, den Berg zu erforschen, doch wenn er erst einmal von den Kupfervorkommen erfahren mag er sich im Sinne seines Vermögens dafür entscheiden den Berg genauer zu erforschen.


2006 Marc "Zendijian" Jenneßen
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