Mittwoch, den 13. Dezember 2017 n.Chr.
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Unter den Bosparanischen Herrschern


Im Jahr 1871 v.H. reiste der reiche Händler Herberus Nesterous von . 1869 v.H. verlieh er seinem Örtchen Gareth das Stadtrecht, der Kaiser unterstellte ihm schließlich ein tausendköpfiges Heer mit dem er in die Trollzacken vorstoßen sollte. Während er selbst sich mit diesem Heer gen Osten aufmachte um weiteres Land für seinen Kaiser zu erobern, ließ dieser sich im Glanzvollen Bosparan von der Priesterschaft des Alten Reichs im Jahre 1866 v.H. zum Gott ausrufen.

Als das Heer schließlich am Fuß der Trollzacken lagerte fanden die Späher Spuren gewaltiger Wesen, den Trollen. So folgte Nesterous mit einer Kohorte den Spuren und stieß auf mehrere Dutzend Ungeheuern mit mannshohen Keulen die sich zu einem seltsamen Ritual zusammengefunden hatten. So wollte der macht hungrige Herzog diese Kreaturen gefangen nehmen und seinem Kaiser als Sklaven zum Geschenk machen. Doch war er überrascht das die gewaltigen Wesen sich zur Wehr setzten und die ihn begleitenden Soldaten in wenigen Minuten niedermachten. Dem Herzog gelang jedoch mit wenigen Getreuen die Flucht zu seinem Hauptlager zurück. Doch die Trolle waren seinem Weg gefolgt und des Nachts regnete es geradezu Steine vom Himmel. Am nächsten Morgen lagen weitere zweihundert Mann in ihrem eigenen Blute und mit zerschmetterten Gliedern darnieder. Viele weitere seiner Soldaten desertierten in den nächsten Tagen und so war seine Streitmacht zur Hälfte dezimiert. Nesterous sandte schwer bewaffnete Boten nach Quellenburg mit der Bitte um Verstärkung. Doch kam diese Bitte zu spät, wurden Nesterous verbliebene Soldaten jedoch nach und nach von den Trollen getötet oder flohen vor der unsichtbaren Gefahr aus den Bergen. Ihr Schicksal wurde besiegelt als Nesterous sein befastigtes Lager abbrechen ließ um in die Heimat zurück zu kehren. Wenige Stunden nach dem Abmarsch des Heeres gerieten die Soldaten in einen Hinterhalt der Trolle und wurden vollkommen niedergemacht. Lediglich einem Boten gelang es sich nach Quellenburg durchzuschlagen. Von dort wurden Boten nach Bosparan geschickt mit der Nachricht vom Verlust des gesamten Heeres. Belen – Horas reagierte wie sein Vater eine Generation zuvor beim Angriff der Zwerge am Yaquir: Er schickte eine Strafexpedition aus. Die Trollkriege hatten begonnen.

Der Kaiser ließ ein Heer aus seinen Elitelegionen zusammenstellen und mit Katapulten und Speerschleudern ausrüsten. Für dieses Heer wurden Soldaten von vielen Grenzen des Reiches abgezogen und gen Osten geschickt. Doch während diese gewaltige Armee im Osten kämpften drangen überall Orks und Goblins ins Reich vor. Im Jahr 1864 v.H. verließen die Oger ihre Heimstatt im Raschtulswall, im Kosch und in den Amboßbergen und marschierten auf die Stadt Gareth um ihre damals tausend Einwohner in einem tagelangen Gelage zu verspeisen. Die wenigen Soldaten die in der Quellenburg verblieben waren stellten sich den Ogern schließlich zum Kampf und zerstreuten das Magisch geleitete Ogerheer, wurden dabei jedoch selbst aufgerieben. So war die Quellenburg schließlich das Ziel des Orkhäuptlings Grabrazz Tharkusch. Er eroberte die Burg und brannte sie schließlich nieder.

Schließlich wurde im Jahr 1851 v.H. schließlich der Sieg über die Trolle erklärt, nachdem die Soldaten des Kaisers schon seit mehreren Monden keinen Troll mehr zu Gesicht bekommen hatten. In der Annahme das man das Volk der Trolle ausgerottet hatte, zog sich das Heer in sichere Landesteile zurück und überließ weite Teile Garetiens vorerst seinem Schicksal. Doch die Trolle hatten sich nur in ihre versteckte Stadt Graulgaschtor verschanzt und wartete auf die Entscheidungsschlacht gegen die Menschen. Doch diese kam nicht, da sich die Menschen nun anderen Problemen widmen mußten.

Als in Bosparan schließlich im Jahr 1849 v.H. Belen – Horas starb war das Reich kleiner als zu Lebzeiten von Seneb – Horas, Belens Vater. Da sich das Schicksal so gegen den Kaiser gewandt hatte, wurde von den Weisen des Alten Reiches beschlossen das sich nie wieder ein Kaiser in den Götterstand erheben dürfte. Doch da sich genügend Probleme zeigten mit dem der Rat der Weisen zu kämpfen hatte, bis ein Erbe Belens ein regierungsfähiges Alter erreicht hatte, wurde das heutige Garetien weitgehend während der nächsten Jahrzehnte weitgehend sich selbst überlassen. Und so lebten die wenigen Überlebenden in ständiger Gefahr und nur in kleinen Siedlungen im Schatten mächtiger Burgen während sich das restliche Reich langsam erholte und unter den Friedenskaisern langsam zu alter Macht zurückkehrte. Die Grenzen dehnten sich in den folgenden Jahrhunderten wieder weiter nach Norden und Osten aus. Jedoch war diesmal die Ausdehnung langsamer und es wurde erst eine neue Siedlung gegründet wenn die Versorgung durch andere Orte gesichert war. So wurde im Jahre 1712 v.H. eine Straße von Gareth aus nach Osten getrieben und unweit der Quelle der Natter und der Ruine von Quellenburg die Ortschaft Nattersquell gegründet.

Einhundert Jahre währte noch die Herrschaft der Klugen Kaiser und in dieser Zeit wurde am Ufer des Darpat, unweit der Ochsenwasserfälle die Stadt Rommilys gegründet. Zwischen dieser Stadt und dem wieder aufstrebenden Gareth lag Nattersquell das von dieser Lage sehr profitierte und schnell reich wurde .Nattersquell schloß einen Schutzbund mit dem mächtigen Gareth und  profitierte davon sehr. Zumindest bis Haldur – Horas auf seiner Antrittsreise durch das Land nach Gareth kam. Die Stadt war zu diesem Zeitpunkt die mächtigste und reichste der neuen Provinzen geworden. Durch seine fruchtbaren Äcker und seine zentrale Lage waren Gahreths Stadtmauern höher als die Bosparans und in seinen Tempeln standen Götterbilder aus purem Gold.

Die Menschen Gareths bereiteten ihrem Kaiser einen jubelnden Empfang, doch der Kaiser war zutiefst empört. Argwöhnte er doch, das dieser Reichtum nur dadurch zustande kam das Gareth dem Kaiserhaus seit Jahren um die ihm zustehenden Steuern betrogen hätte. Aus diesem Grunde verfasste Haldur, kaum das er Bosparan wieder erreicht hatte den Gareth – Erlaß. In diesem wrde vom Kaiser verlangt das Gareth binnen einer Woche die Summe von einer Million Golddukaten aufbringen sollte und in Zukunft den dreifachen Steuersatz zu zahlen hätte. Während die bei weitem meisten Bürger Gareths sich ungerecht behandelt fühlten, gab es einige die ihren Reichtum nicht aufgeben wollten und begannen die Forderungen des Kaisers in den umliegenden Ortschaften einzutreiben, ehe der Kaiser noch auf die Idee käme ein Heer gen Gareth zu schicken. Während diese Schurken das Umland plünderten, erklärte sich Gareth zur freien Stadt. Im Jahre 1611 v.H. zog dann schließlich eine Kaiserliche Armee vor den Toren Gareths auf und begann die Stadt zu belagern. Nach zweihundert Tagen waren die Verteidiger so geschwächt und dezimiert, das sie Verhandlungen anbieten mußten. In dieser Zeit war Nattersquell ein wichtiges Heerlager der kaiserlichen Armee geworden, war man dort, genau wie in Ginsthagen von den reichen Nachbarn mehrfach ausgeplündert worden.

Dann wurde Haldur – Horas ermordet, jeder Würdenträger in Bosparan vermutete, dass die Mörder in Gareth zu suchen seien. Sein Sohn Fran – Horas, widmete sein Leben, der Suche nach den Mördern seines Vaters. Zu diesem Grund schuf der Kaiser in Nattersquell eine geheime Organisation, deren einzige Aufgabe es sein sollte, verdächtige Garether nach Bosparan zu bringen. Diese Organisation erledigte ihre Aufgab sehr effektiv, und so verschwanden in jedem Jahr mehr Bürger in Gareth. Schließlich gelang es den Bürgern Gareths, das Gebäude dieser Organisation, deren Name heute nicht mehr bekannt ist, zu erstürmen, und dort Dutzende von den Häschern des Kaisers zu töten. Dies führte dazu, das der Kaiser nun seine Häscher von Bosparan selbst los schickte, doch nun wurden diese maßlos. Es wurden hunderte Bürger Gareths entführt, selbst wenn sie vollkommen Harmlos waren.

Schließlich gründete der Kaiser an einer strategisch wichtigen Stelle, eine neue Stadt, Wehrheim mit Namen. Diese Stadt sollte mit Gareth in Konkurrenz treten und diese in die Bedeutungslosigkeit drücken. 1594 v. H. wurde der Grundstein für diese Militärsttadt, gelegt. Gleichzeitig wurde mit dem Bau der Reichsstraßen 1 und 2 begonnen. Nattersquell jedoch wurde von den Garether Nachbarn geschnitten, kamen von dort doch lange Jahre, die Häscher des Kaisers. Jedoch je blutiger die Herschafft des Kaisers wurde, umso mehr schlugen sich die Bürger Nattersquells auf Seiten der Garether. Als sich Gareth, nach mehr als fünf Jahrzehnten, unter der Terrorherrschaft, erhoben, befand sich in Nattersquell ein großes Waffendepot. Der damalige Stadtherr Nattersquells, schickte diese Waffen ins Aufständische Gareth, damit diese damit ihr Bürgerheer bewaffnen konnten. Zu Tausenden strömten während dessen die Unzufriedenen nach Gareth. Als dann im Jahre 1561 v. H. ein kaiserliches Heer vor Gareth auftauchte, war es den Aufständischen zwei zu eins unterlegen.

In den folgenden Wochen kam es dann zu einem wahren Wettrennen, zwischen dem Kaiser, der mit einem zweiten Heer von Bosparan den Yaquir hinauf zog, und dem herzog der Nordmarken, dem Grafen Hluthar, der sich auf Seiten der Garether geschlagen hatte und nun den Aufständischen mit einem Entsatzheer beistehen wollte. Beide Heere erschienen nahezu zeitgleich, vor Gareth. Nun entschloß man sich dort, zu einem Ausfall um sich mit den Verbündeten zu vereinen. Doch nachdem die Schlacht schon Stunden andauerte, da rief der Kaiser, der sich seit Jahren der Dämonologie gewidmet hatte, die Geschöpfe der Niederhöllen nach Dere herab. Doch er hatte die niederhöllischen Kreaturen nicht unter Kontrolle. So vernichteten sie in nur einer Nacht, sowohl das Heer der Aufständischen wie auch das des Kaisers.

Nun stand das Reich am Abgrund, es gab nach dem Tod des Kaisers keinen Erben mehr und auch keine Armee mehr und überall um Gareth herum, befanden sich immer noch bestialische Kreaturen. Nattersquell und Ginsthagen waren nun abgeschnittene Siedlungen inmitten eines feindlichen Umlandes. Es gibt aus der Zeit der Priesterkaiser Belege dafür, das zu dieser Zeit in Nattersquell ein Kult herrschte, der einen schwarzen Greifen anbetete. Diese mußten jedoch ebenso dem Orkherrscher, der sich zum König Gareths ernannt hatte, Tribut zahlen. Seit dieser Zeit gibt es Gerüchte das sich unter ganz Nattersquell geheime Gänge gibt, in denen früher unaussprechliche Rituale durch geführt wurden.

So erholte sich das Reich in den folgenden Jahrhunderten nur wenig. Es kam zu etlichen Schlachten gegen die Orks. Und doch ging es langsam aufwärts. So wurde der frevlerische Kult irgendwann zerschlagen und es kehrte langsam wieder Ordnung und Wohlstand in die Länder um Gareth ein. Mitte des zwölften Jahrhunderts vor Hal war Gareth wieder eine nahezu unabhängige Provinz und hatte seinen eigenen König, der sich von den schwächelnden Kaisern in Bosparan wenig sagen ließ.

Unter den Kusliker Kaisern wurden schließlich alle Götter außer den Zwölfgöttern und ihren Dienern, unter Strafe gestellt und verfolgt. Zu dieser Zeit wurden auch die Katakomben unter Nattersquell versiegelt. Sogar die Orks wurden zu dieser Zeit bis ins Nebelmoor zurück gedrängt. Auch Nattersquell und Ginsthagen gehörten, ebenso wie die neu gegründeten Ortschaften Weilerwacht und Talgrund zum Herrschaftsgebiet der Garether. Mann war Stolz darauf, so nahe bei der mächtigen Stadt zu leben. Man fühlte sich sicher und beschützt durch die Garether Kriegsherren, die über mächtige Armeen verfügten, über die niemand in Bosparan etwas zu sagen hatte.

Als schließlich die junge Hela Kaiserin im fernen Bosparan wurde, da stand Nattersquell treu zu Gareth und stand der Kaiserin recht offen gegenüber. Schließlich verwaltete sie ihr Amt so erfolgreich wie wenige Kaiser zuvor. Es gingen Gerüchte im Reich um, dass die Kaiserin ein Bündnis mit den Zwölfen höchstselbst geschlossen habe.Diese Gerüchte erreichten auch die Ohren der Kaiserin persönlich. Und mit der Zeit begann sie zu Glauben, dass die Gerüchte stimmten.

Schließlich ließ sich die Kaiserin zur Herrin Alverans und höchste aller Götter ausrufen. Empört über diese Tat, rumorte es in den ganzen östlichen Provinzen, doch nur Gareth schickte seine Bürger nach Bosparan, um der Kaiserin ins Gewissen zu reden. Als man dann in Garetien von dem Ende der Gesandten hörte und dass einige Tage später der Yaquir über die Ufer getreten war und weite Teile der Kaiserstadt überschwemmt hatte, da sah man dies in ganz Garetien als Zeichen an, dass die Götter nicht mehr mit der Kaiserin waren und man die Waffen gegen die Kaiserin erheben sollte.

In Nattersquell wurde die kleine kaiserliche Garnison überrannt und viele Hundert Bürger rotteten sich zusammen, zogen nach Gareth, und unterstellten sich dem Kommando von Raul von Gareth, einem der Heerführer wider Hela. Man zog gemeinsam gegen Bosparan, doch wie dies endete ist wohl allgemein bekannt. Als die Aufständischen aus dem geplünderten Lieblichen Feld kamen, da wurde Gareth zur neuen Kaiserstadt gemacht und Sitz des neuen Kaisers Raul von Gareth. Nattersquell wurde Sitz des neuen Barons Hargobald von Luring. Seiner Familie oblag in den folgenden Jahrhunderten die Herrschaft über die Lande um die Stadt herum.

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2006 Marc "Zendijian" Jenneßen
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