Mittwoch, den 13. Dezember 2017 n.Chr.
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Vom Wirken der Götter und ihrer Diener in der Retogau

Da die Baronie Retogau sehr bevölkerungsreich ist, ist es nur natürlich, das man hier auch verhältnismäßig viele Tempel der Zwölfe gibt. So gibt es in der gesamten Baronie derzeit elf Tempel, jedoch werden es schnell mehr. Da sich aus der Flüchtlingssiedlung um das Schloss des Barons mittlerweile eine richtige Ortschaft bildet ("Falkenruh"), ist zu erwarten, dass noch wenigstens zwei in den nächsten Monden hinzukommen. So sind im Moment Tempel von Praios, Rondra, Travia, Peraine, Firun, Ingerimm und Rahja in der Retogau zu finden. Manchen dieser Götter wird in mehr als einem Tempel gehuldigt.

So ist an erster stelle der Kult der Peraine zu nennen. In einer ländlichen Baronie verfügt die Göttin des Ackerbaus naturgemäß, über eine große Anhängerschaft. So gibt es auch in Nattersquell, der Pfalz Goldenstein und Branningsgrund Tempel der Göttin. Allerdings gibt es auch noch in der gesamten Baronie sicherlich ein Dutzend kleine Kapellen und Schreine, in denen die Gläubigen ihren Tempelzehnt darbringen können. Der Aspekt als Göttin der Heilkunst tritt in Falkenruh immer mehr in den Vordergrund, wird doch hier derzeit eine Magierschule errichtet, die sich in mancher Linie der Heilkunst widmet. So ist zu erwarten, das hier bald der Dritte Tempel der Göttin in der Retogau errichtet wird. Alles in allem sollte man die Macht der Kirche in der Baronie nicht unterschätzen, beten doch fast Zehntausend Menschen regelmäßig in den Tempeln Peraines.

Fast genau so wichtig ist mittlerweile die Kirche der Rahja. Seitdem die Baronsfamilie in Falkenruh der Göttin der Liebe ein prächtiges Gotteshaus gestiftet hat, ist ihre Beliebtheit im einfachen Volk immens gewachsen. Schon immer reisten die Geweihten der Rahja in den Süden der Baronie, um die Pferdezucht in Ginsterhag und den Weinanbau in Branningsgrund zu segnen. Weiterhin sind ihre Geweihten in allen Ortschaften zu finden, um die Schenken mit ihre Anwesenheit zu beglücken. Oft sind die Geweihten auch auf Festen überall in der Baronie zu finden, namentlich auch dem großen Fest der Schönen, den Baronin Samira Gujodas-Swafnirson ins Leben gerufen hat. Im Süden der Retogau ist es auch üblich, dass dort Eheschließungen (mangels eines Travia - Tempels ) durch die Rahjakirche durchgeführt werden. Der Hauptgeweihten Raiane Sulfan ist lediglich das Nattersqueller Bordel "Raias Lustgarten" ein Dorn im Auge, ist sie doch der Meinung dass man hier der Göttin nicht gerecht wird.

Immens an Einfluss verloren hat die Kirche des Praios. Zwar gibt es prächtige Gotteshäuser in Falkenanger und Branningsgrund, allein letzteres steht seit dem Ende des Jahres 1027 BF. leer, als der Geweihte versuchte, Söldner aus den Schwarzen Landen zu vertreiben. Deswegen wird er hier auch als Märtyrer verehrt. So muss man sagen, dass sich der Praioskult nur noch im Südosten der Baronie einer gewissen Beliebtheit in der Bevölkerung erfreut. Im Herzen der Retogau, in Falkenanger, gibt es zwar ebenfalls einen Tempel des Sonnengottes, allerdings versinkt dieser immer mehr in der Bedeutungslosigkeit. So sieht es der örtliche Hochgeweihte derzeit als seine Aufgabe an, gegen den Bau der Magierakademie zu protestieren. Allerdings besitzt die Praioskirche in der Baronie das Recht, bei schweren Verbrechen als Beisitzer bei der Rechtsprechung am Tisch des Richters zu sitzen und bei der Festlegung des Urteils zu helfen.

An nächster Stelle ist wohl die Ingerimmkirche zu nennen, gibt es doch in der Ortschaft Rindsfurt viele Handwerker, die an den Gott des Handwerks glauben. Durch die dort ansässigen Zwerge, die auch den Geweihten stellen, bekommt der Kult jedoch eine sehr altertümliche Prägung. Allerdings ist der Geweihte Argom, Sohn des Argrimm, bei der dortigen Bevölkerung sehr beliebt, besucht er doch gerne die örtliche Taverne und ist sehr im täglichen Leben eingebunden.

Nur noch regional wichtig ist der Nattersqueller Traviatempel, da die Göttin der Gastfreundschaft und des Herdfeuers dort zwar eine große Gemeinde hat, ansonsten aber wenig in der Baronie präsent ist. Zwar gibt es noch Kapellen der Göttin in zwei kleineren Orten an der Reichs - und der Reichslandstraße, und kein Bürger kämme auf die Idee, dem Gebot der Gastfreundschaft zu widersprechen, doch ist man im Jahr des Feuers vorsichtig geworden, wem man Obdach gewährt, weiß man doch nicht, ob der Gast nicht Übles im Sinne hat, und seine Gastgeber nicht ausrauben wird, wenn diese erst einmal schlafen.

In den letzten Jahren erfreut sich der Punier Boronkult sehr großer Beliebtheit. Dies liegt einerseits daran, dass nach dem Jahr des Feuers an drei Stellen neue Boronanger entstanden sind, andererseits an einer rätselhaften Kultstätte, einer Rabenstatue, an welcher der Baron angeblich in den Tod gereist sein soll, um Kaiserin Rohaja zu retten und ins Leben zurück zu bringen. Hier entsteht gerade ein großer Tempel, so dass die Boronkirche schon bald zu den wichtigsten Kulten in der Retogau gezählt werden muß.

Die Rondrakirche, die von allen Zwölfgöttlichen kirchen in den letzten Jahren den wohl größten Blutzoll zahlen musste, verfügt mittlerweile wieder über einigen Einfluss, versteht es der junge Geweihte Alrik Leuentreu doch geschickt, die kämpferischen Zeitgenossen dazu zu bringen, seine Messe zu besuchen. Zwar ist der Geweihte noch recht grün hinter den Ohren, aber im Adel sehr beliebt.

Zuletzt wäre dann noch der Egghistorfer Firuntempel zu nennen. Dieser ist zwar klein, doch ist sein Geweihter seit dem Jahr des Feuers sehr beliebt. Hat er doch damals die Bevölkerung durch seine Jagdkünste vor dem Hungertod gerettet. Allerdings spenden dem Gott der Jagt nur sehr wenige Adlige und natürlich die Egghistorfer Bauern. Andererseits braucht der Geweihte nur sehr wenige Mittel, um seinen Tempel zu erhalten. Seine Nahrung kann er sich erjagen, und Schäden am Tempelgebäude kann man mit körperlicher Arbeit beseitigen.

Erwähnenswert ist außerdem noch, dass sich auf der Kaiserpfalz Goldenstein noch die Schreine mehrerer der Zwölfgötter befinden. Diese werden jedoch nur von wenigen Leuten besucht, da sie den Bewohnern der Pfalz vorbehalten sind. Weilt jedoch die Kaiserin auf der Pfalz, so kann man davon ausgehen, dass sie von Geweihten aus dem Gefolge Rohajas betreut werden.

Weiterhin gibt es Gerüchte, dass es irgendwo in Nattersquell einen Tempel des Phex gibt, allerdings weiß niemand genaueres darüber zu sagen. Allerdings ist viel eher anzunehmen, das sich ein solcher Tempel eher im Süden der Baronie befindet, vertraut man dort doch sehr auf heimliche Geschäfte. Allerdings ist der Tempel dann sehr gut versteckt.

Auch gibt es Gerüchte, dass sich im Inneren des Ginsterhager Maraskanerviertels ein Schrein der Zwillingsgötter befinden soll. Dies konnte aber bisher von keinem Außenstehendn bestätigt werden. Auch scheint sich abzuzeichnen, dass bald in Falkenruh ein Hesindetempel erbaut werden soll. Ein Geweihter aus Gareth hat sich jedenfalls schon nach einem geeignetem Bauplatz für einen Tempel umgeschaut.


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