Mittwoch, den 13. Dezember 2017 n.Chr.
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Die Schlacht von Egghistorf

Ein Szenario für einen Meister und 3 –5 Helden mittlerer bis hoher Erfahrung

Eine Fehde wird erklärt:
In der Mitte des Jahres 1030 erreicht den Baron der Retogau ein brisantes Schriftstück. In diesem Schriftstück erklärt der Junker Helmbold von Quintan –Quandt, ein Kriegsherr der Wildermark diesem wegen Entführung seiner Tochter die Fehde. Nur wenige Stunden später erreicht den Baron die Nachricht das ein feindlicher Heerbann die Grenzen der Retogau überschritten hat. Diese Soldaten haben den Ort Egghistorf besetzt und verlangen die Herausgabe der entführten Tochter und ein Sühnegeld in Form von 3000 Dukaten, da man ansonsten die Retogau plündern will. Da der Baron der Retogau die Tochter des Junkers nicht entführt hat, dies aber nicht beweisen kann, bleibt dem Herrn der Retogau nichts anderes über als die feindlichen Kämpfer wieder zu vertreiben. Zeitgleich beauftragt er jedoch eine Heldengruppe, die herausfinden sollen, wo sich die entführte Junkerstochter befindet.

Die Suche nach der entführten Adligen:
Die Helden reisen im Auftrag des Barons der Retogau nach Egghistorf, wo sie die Funktion von Unterhändlern einnehmen, gleichzeitig aber versuchen sollen, etwas über die Entführung des Mädchens heraus zu finden. Die Helden werden nicht besonders freundlich in dem besetzten Ort empfangen, jedoch direkt zum Junker vorgelassen. Dieser erneuert seine Forderungen und stellt den Helden das Ultimatum das seine Tochter binnen dreier Tage nach Egghistorf zu bringen ist. Auf Nachfragen erklärt er das sich seine Tochter auf der Reise von Gareth nach Hartsteen entführt wurde und das mehrere seiner Waffenknechte niedergemacht wurden. Lediglich einer hatte es überlebt und schwört auf alle Götter und Heilige das es verwegene Südländisch dreinschauende Krieger mit gebogenen Schwertern waren, die denn Überfall durchführten und die Adelstochter entführt haben. Auch wüßte man genau das solches Pack in der Retogau lebt und dort finstere Schandtaten verübten. Auch können die Helden erfahren das es schon eine Lösegeldforderung gegeben hat, die mit dem Siegel der Retogau gesiegelt wurde.

Die Hintergründe:
Die Tochter des Junkers wurde nicht von Kriegern aus der Retogau entführt, sondern von gedungenen Schergen des Grafen Luidor von Hartsteen. Diese verstecken die Entführte in einem alten Bauernhaus im Feidewald am Rand der Retogau. Graf Luidor wollte so seinen Konkurrenten Geismar II von Quintan –Quandt, in dessen Auftrag der Junker plünderte, schaden und eine weitere Front für diesen eröffnen. Der Junker jedoch freut sich über einen Grund in die reiche Retogau einzufallen und dort plündern zu können. Es liegt ihm jedoch am Herzen seine Tochter lebend wieder zu bekommen. Deshalb hat er einige Söldner angeworben die, die Kinder des Retogauers Baron entführen sollen um so ein weiteres Druckmittel in der Hand zu haben.

Die Streitmacht des Junkers:
Zu großen Teilen besteht diese Armee aus Söldnern und Waffentreuen aus Hartsteen. Insgesamt befehligt der Junker über: 6 erfahrene und gut bewaffnete Ritter ( beritten ), 28 Waffenknechte und Burgwachen ( Leichtes Fußvolk, erfahren ), 48 Wehrheimer Waldlöwen (erfahren, Schweres Fußvolk), Zwei Lanzen berittene Söldner (geübt, Leichte Reiter), sowie insgesamt 108 Waffentreuen (unerfahren, schweres Fußvolk ). Unterstützt wird diese imposante Truppe durch etwa zwanzig Orks, die als Sklaven für Schanzarbeiten und den Bau von zwei Onangern verwandt werden. Neben dem Junker befindet sich ein Zwerg ( Gorbasch, Sohn des Grapasch ) und eine Hexe ( Morxana Krähentochter ) in seinen Reihen, die eine Mögliche Belagerung koordinieren sollen bzw. mittels ihres Vertrautentieres für den Junker einen Taktischen Vorteil herausschlagen sollen.

Die Suche der Helden:
Wieder in Falkenruh angekommen, können die Helden vom Baron erfahren das er seinem Freund Zendijian von Boran die Entführung eines Kindes nicht zutrauen und das er einen Boten nach Ginsterhag geschickt hat, damit dieser seinen Posten als Hauptmann der Retogauer Truppen einnimmt bzw. die Vorfälle erklärt. Allerdings wird er erst in frühestens Zwei Tagen in Falkenanger eintreffen. So bleibt den Helden mangels Alternativen zuerst einmal in Falkenruh und Schließen sich dem Heerbann des Barons an.

Kindesentführer:
In der nächsten Nacht versuchen sieben von Junker Helmbold angeworbene Söldner die Kinder des Barons zu entführen. Dies gelingt ihnen nur teilweise da sie nur den kleinen Tsajadan habhaft werden können. Es kommt zu einem Gefecht im Schloß, bei dem ein Teil der Söldner getötet werden können, einige aber mit ihrer Geisel entkommen können. Vielleicht verfolgen die Helden auch die Entführer, können allerdings nicht verhindern das diese ihre Geisel nach Egghistorf bringen. Nun sind der Baron und seine Frau gewillt eine Schlacht bis zum letzten auszufechten. Schnell werden die Waffentreuen des Barons zusammengerufen und die Falkenruher Garde bereitgemacht. Dies dauert allerdings sicherlich zwei Tage.

Der Feuerhahn kräht:
Einen Tag bevor der Retogauer Heerbann nach Egghistorf losmarschiert, findet man am Tor von Schloß Falkenruh einen Pfeil mit einer Botschaft der Feuerhähne. Aus dieser geht hervor, das sich im Feidewald eine Räuberbande breitmacht die sich sehr auffällig um ein altes Bauernhaus herumtreiben. In der Botschaft wird genau der Weg zu dieser Hütte beschrieben. Was sich dort befindet, steht zwar nicht in der Botschaft, aber das werden sich die Helden vielleicht denken können. Nun gilt es schnell nach Feidewald zu reisen um die entführte Junkerstochter noch zu befreien, bevor Blut vergossen wird.

Das Versteck der entführten Junkerstochter:
Auf einer kleinen Lichtung im Feidewald, kurz vor der Grenze nach Hartsteen, befindet sich das verlassene Haus eines Köhlers. Hier haben es sich acht Söldner gemütlich gemacht, die ihre Geisel, die Tochter des Junkers, gefangen halten. Passen sie die Werte an die der Helden an, so das diese zwar ein Problem damit haben die Junkerstochter zu befreien, aber am Ende sollten sie das entführte Mädchen befreien können. Dabei können sie ein Schreiben finden das diese Söldner in der Grafschaft Hartsteen angeworben wurden. Den Namen des Auftraggebers können die Helden jedoch nicht herausfinden.

Wettlauf gegen die Zeit:
Nun müssen sich die Helden beeilen, wollen sie die Schlacht noch verhindern. Zusammen mit der befreiten Geisel kehren die Helden nach Falkenruh zurück, müssen hier jedoch erfahren das der Heerbann des Barons schon nach Egghistorf gezogen sind. Dort ist man durch Morxana Krähentochters Eule bestens informiert und bereitet sich darauf vor den Retogauer Heerbann in einen Hinterhalt laufen zu lassen. Schließlich treffen die Beiden Heerhaufen eine knappe Meile westlich von Egghistorf aufeinander. Jedoch hat sich ein guter Teil der Berittenen des Junkers in einem Wald auf der linken Flanke der Retogauer versteckt, bereit dem Gefecht eine überraschende wende zu geben.

Der Heerbann der Baronie Retogau:
Das Baronspaar konnte in der knappen Zeit nur einen Teil der eigentlich verfügbaren Waffentreuen zusammenrufen und verfügen so über: 4 Ritter (erfahren, Schwere Reiter), 36 Gardisten (Schwere Fußtruppen, geübt), 17 Waffenknechte (Bogner, erfahren) sowie 139 Waffentreue ( Schwere Fußtruppen, ungeübt ). Zusätzlich verfügt der Baron noch über 8 Zwergische Armbrustschützen. Außerdem begleiten den Heerbann noch die Lehrer und Schüler der Falkenruher Magierakademie um Verletzte zu heilen und an Kritischen Punkten mit ihrer Magie eingreifen zu können. Es kommt in dem Moment als die Helden das Schlachtfeld erreichen, zu den letzten Verhandlungen.

Unter der Parlamentärsflagge:
Mitten zwischen den beiden Heerhaufen treffen sich die Führer der beiden Streitmächte um über die Herausgabe der Geiseln zu verhandeln. Wenn die Helden mit der befreiten Junkerstochter dazukommen, wird der Junker sofort ihre Auslieferung verlangen. Wenn er diese bekommen hat, beginnt die Verhandlung über die Herausgabe des Sohnes des Retogauer Barons. Nun fordert er die Doppelte Summe des Sühnegeldes als Lösegeld. Und dies binnen eines Tages. Da dies für den Baron der Retogau nicht möglich ist, bittet er die Helden seinen Sohn aus Egghistorf zu befreien, während er selbst den Angriff auf den Heerbann des Junkers befiehlt, da er darauf hofft diesen durch seine überlegenen Truppen zu zerschlagen. Von Zendijian und seinen Maraskanern hat noch niemand etwas gehört.

Die Befreiung des Baronssohnes:
In Egghistorf befinden sich nur wenige Wachen des Junkers, die, die Orksklaven bewachen bzw. für die Bewachung der Geisel abkommandiert wurden. Hier können die Helden sowohl den Baronssohn wie auch die Orks befreien. Diese bieten an auf Seiten ihrer Befreier in die Schlacht zu ziehen, um sich an ihren Peinigern zu rächen. Mit dieser Verstärkung können die Helden nun dem Feind in den Rücken fallen oder die Streitmacht der Retogauer verstärken. Diese sind nämlich in die Falle des Junkers gelaufen und drohen nun die Schlacht zu verlieren.

Die Niederlage droht:
Auf dem Schlachtfeld hat sich die Lage gegen den Baron der Retogau gewendet, nachdem die Reiter des Junkers seine Flanke zersprengt haben und nun drohen den gesamten Retogauer Heerhaufen in alle Winde zu zerstreuen. Es kommt im Zentrum der Schlacht zu erbitterten Gefechten, jedoch drohen die Retogauer eingekesselt zu werden. Während die Garde des Barons ihre Stellung hält versuchen sich etliche Kämpfer der Landwehr der drohenden Gefangennahme durch Flucht zu entziehen. Gerade als sich die Niederlage abzeichnet, ertönt ein Hornstoß aus dem Norden.

Die Rettung naht:
Plötzlich tauchen blinkende Lanzenspitzen auf der Nördlich liegenden Hügelkette auf und etliche Kämpfer des Junkers werden von Kampfdiskussen niedergestreckt. Zendijian ist mit seinen Maraskanern gekommen und hat neben einem Banner Waffentreuer aus dem Süden der Baronie noch eine Schwadron der Goldenen Lanze mitgebracht. Gönnen sie den Helden einen Kampf gegen einen Gegner wie Morxana oder Gorbasch. Diese sind der Endgegner für die Helden. Der Junker selbst kann fliehen und sinnt auf Rache. Diese Verstärkung bricht nun in die Reihen des Junkers ein und treibt diese schnell in die Flucht. Insgesamt sind bei dieser Schlacht Einhundert Kämpfer auf beiden Seiten gefallen, mehr als doppelt so viele bleiben verletzt auf dem Feld zurück.

Der Mühen Lohn:
Der Dankbare Baron der Retogau wird den Helden, wenn ihnen die Befreiung seines Sohnes gelungen ist je Fünfzig Dukaten aushändigen. Weiterhin bekommen die Helden für die Befreiung der Geiseln jeweils 100 Abenteuerpunkte. Für das Erleben der Schlacht noch einmal 150. Weiterhin können sie bis zu 3 Speziellen Erfahrungen (z.B. Kriegskunst, Reiten, Passendes Waffentalent ) erhalten.


2006 Marc "Zendijian" Jenneßen
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